Aktuelles

Sachen in Gläsern – auf Rädern!

Liebe Leute,

was waren die letzten Wochen schön mit euch! Wir haben auf dem Rossmarkt beim Klima-Barcamp diskutiert, Allzweckreiniger & Co selbstgemacht beim Barfuß-Festival, ein nachhaltiges Netzwerk für die Rhein-Main-Region mitbegründet bei Reflecta e.V. und über Plastik in den Weltmeeren bei einem Bloggerworkshop der Whale Dolphin Conservation (Organisation zum Schutz von Walen und Delphinen) referiert.

Was wir außerdem gemacht haben, ist eigentlich noch ein Stück spannender. Wir haben eine Antwort gefunden auf die Frage:

Wie liefert eigentlich ein verpackungsfreier Online-Shop für Lebensmittel?

Nicht lose auf die Hand, das ist klar. Also brauchen wir doch irgendeine Art von Verpackung, allerdings idealerweise eine plastikfreie und wiederverwendbare.

 

Wir haben uns mit fleißigen Testkunden getroffen und verschiedene Glasbehälter und Papierverpackungen ausprobiert. Dabei haben wir gemerkt, dass ein Pfandsystem für Gläser eine gute Idee ist, weil sie wiederverwendet werden können. Papierverpackungen sind für viele Tester auch eine Option, sofern die Tüten anschließend wiederverwendet werden.

Wir haben das Feedback bekommen, dass ein Lieferservice für viele von euch praktischer ist, als regelmäßig zum Laden auf der Berger Straße zu kommen, weil es einfach Zeit spart. Damit die online und grammgenau bestellten Produkte möglichst umweltfreundlich zu euch gelangen, werden wir mit einem Lastenradversand auf E-Bikes zusammenarbeiten. Wir liefern unsere losen Lebensmittel und Haushaltsprodukte – also Sachen in Gläsern – auf dem Rad direkt an die Haustür. Nach den Sommerferien legen wir los mit einer ersten Lieferung von trockenen Lebensmitteln (Reis, Linsen, Müsli & Co) und  Hygieneprodukten (Zahnpasta, Seife etc.) für rund 50 Kunden. Wir freuen uns, wenn ihr mitmachen wollt und werden das an dieser Stelle ausführlich ankündigen!

Warum eigentlich „plastikfrei“? Heute Diskussion und OpenAir-Kino auf der Berger Straße

Warum ist es sinnvoll, auf Plastik beim Einkauf zu verzichten? Die Antwort geben wir und der Verein „Lust auf besser Leben in Bornheim“ heute abend ab 19:30 Uhr beim Freiluftkino am Bornheimer Uhrtürmchen. Wir diskutieren das plastikfreie Leben in Frankfurt unter anderem mit der FES, Greenpeace und Beate Siegler, gramm.genau-Kundin der ersten Stunde. Anschließend werden wir gemeinsam zwei Filme zum Plastikzeitalter im Open-Air-Kino ansehen. Ihr seid herzlich eingeladen!

Wir freuen uns auf euch,

Christine, Franzi, Tamás und Jenny

 

PS: Ab sofort gibt es vor dem Main Gemüse eine Taschenstation, bei der sich jeder spontan und kostenlos Baumwollbeutel zum Einkauf mitnehmen oder eigene Beutel abgeben kann. An der Umwelt-Aktion beteiligen sich weitere Geschäfte rund um die Berger Straße. Probiert’s aus!

Heute seid ihr gefragt – bitte abstimmen!

An alle Umweltschützer, Müllreduzierer, Ressourchenschoner und Zero-Waste-Fans,

heute seid ihr gefragt! Wir haben uns um einen Gründerpreis beworben, den Community Special Impact Award. Der Preis ist auf 5.000 Euro dotiert und geht an das Gründerteam mit den meisten Stimmen. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns mit einem Klick unterstützt!

Hier Stimme abgeben

Der Wettbewerb läuft bis Dienstag, den 30. Mai um 23:59. Aktuell ist es wirklich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, daher bitten wir erneut um eure Unterstützung – jede Stimme zählt. Bitte leitet diesen Link an alle weiter, die sich für gesundes Essen, ressourcenschonendes Einkaufen und lokale Initiativen in Frankfurt interessieren. Mit dem Geld möchten wir die ersten Lieferungen per Lastenrad und das nötige Zubehör finanzieren. Wir sind überzeugt, dass unverpacktes Einkaufen noch alltagstauglicher wird, wenn ihr per Lieferservice bestellen könnt. Für alle Selbst-Abfüller: Den Laden wird es natürlich weiterhin geben.

Ein großes Dankeschön an alle, die bereits für uns gestimmt und für die Aktion geworben haben!

Es wünschen einen sonnigen Sonntag

Franzi, Christine, Tamás und Jenny

 

PS: Wir haben eine Anfrage von einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bekommen. Es soll eine TV-Dokumentation entstehen, in der auch gramm.genau vorkommen wird. Aktuell werden noch Familien oder WGs gesucht, die gerade ihr Leben auf Müllreduzierung und Plastikvermeidung umstellen und sich vorstellen könnten, in solch einer Reportage mitzuwirken. Es wird nicht darum gehen, einen komplett müllfreien Haushalt zu zeigen, sondern eher die schrittweise Umstellung auf ein Leben mit weniger Müll und die alltäglichen Herausforderungen und Freuden, die das mit sich bringt. Wenn ihr selbst mitmachen wollt oder jemanden kennt, der darauf Lust hat, schreibt uns bitte eine E-Mail an hallo@grammgenau.de mit dem Betreff „TV-Dokumentation“. Wir finden es toll, dass das Bewusstsein für Konsum und der damit verbundene Ressourcenverbrauch immer öfter thematisiert werden und wollen solche Projekte gern unterstützen!

 

 

Peru, Bea Johnson und ein Wettbewerb

Guten Morgen Frankfurt!

Wir haben heute mehr Themen als in ein Mehrwegglas passen, daher schön nummeriert eins nach dem anderen:

1. Heute ab 12:30 Uhr im Laden: Kakao-Nibs-Verkostung aus Peru

Fair gehandelt und direkt aus Peru sind die Kakao-Nibs der Kooperative Peru Puro, die man ab sofort im Laden auf der Berger Straße 26 grammgenau abfüllen kann. Wer noch nicht weiß was Kakao-Nibs sind und wie man sie verwendet, kann das heute Nachmittag ausprobieren. Von 12:30-16 Uhr machen wir eine kleine Verkostung des Superfoods gemeinsam mit Frauke Fischer. Die Tropenbiologin und Gründerin von Peru Puro wird beim gemeinsamen Kakao-Tee-Trinken unsere und eure Fragen zu Lieferketten und Regenwaldschutz beantworten. Vorbeikommen und probieren könnt ihr spontan und kostenlos!

2. Wir wollen eure Stimme!

Mit unserem müllfreien Einkaufskonzept haben wir uns um einen Unternehmerpreis beworben, den Community Special Impact Award 2017. Der Preis ist auf 5.000 Euro dotiert und geht an das Gründerteam mit den meisten Stimmen aus der Netzgemeinde. Wenn ihr unser Projekt mit einem Klick unterstützen möchtet, würden wir uns freuen! Eure Stimme könnt ihr bis zum 30. Mai hier abgeben.

3. Rückblick auf unsere Veranstaltung „Müllfrei Leben in Frankfurt“ mit Bea Johnson

Wir sind immer noch inspiriert von der tollen Bea Johnson, die uns am 2. Mai im Haus am Dom von ihrem Leben ohne Müll berichtet hat. Der Saal war so voll, dass wir sogar die Empore freigeben mussten; und ihr lebendiger Vortrag voller toller Ideen, die wir gleich ausprobieren wollen. Allen denen, die nicht dabei sein konnten oder noch einmal Revue passieren lassen wollen, empfehlen wir dieses Video, das auf einer von Beas Vortragsreisen in den USA entstanden ist. Interessierten schicken wir gern das Protokoll des Abends. Wir sind überglücklich, dass wir bei der Veranstaltung jede Menge lokale Initiativen und Vereine zusammenbringen konnten (die Liste der Teilnehmenden findet ihr hier). Gemeinsam haben wir diskutiert, wie wir den Weg in ein müllfreies Frankfurt gestalten können (an dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an die FES, das Haus am Dom und Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt, Rosemarie Heilig, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!).

Die wichtigste Frage, die wir für uns mitgenommen haben: Wie können wir müllfreies Einkaufen noch alltagstauglicher machen? Unsere Antwort: Wir wollen zu allen Leuten kommen, weil nicht alle Leute zu uns kommen können. Das heißt konkret: Wir möchten zusätzlich zum Laden einen gramm.genau Online-Shop anbieten, der alle Frankfurter mit ihrem Zero-Waste-Einkauf an die Haustür beliefert. Wir werden in den nächsten Wochen testen, wie wir den Lieferservice gestalten wollen (Testkäufer sind willkommen) und uns jede Menge Feedback zu Produkten, Lieferzeiten, Liefergebieten, Design usw. von euch einholen. Mittlerweile haben wir so viele Fans und Unterstützer (ganz vorn das Social Impact Lab Frankfurt), dass wir uns sehr auf diese Reise mit euch freuen – und hoffen, dass wir, wenn wir angekommen sind, nie wieder den Müll rausbringen müssen!

Bis dahin: Nicht abwarten, Kakao-Tee trinken! Wir freuen uns, wenn ihr uns heute Nachmittag im Laden besucht.

Eure Franzi, Christine, Tamás und Jenny

Veranstaltung am 2. Mai 2017: „Müllfrei Leben in Frankfurt“ mit Bea Johnson

Um Anmeldung wird gebeten unter hallo@grammgenau.de

Die amerikanische Bestsellerautorin Bea Johnson ist für viele Menschen ein Vorbild: Sie lebt mit ihrer vierköpfigen Familie ein Leben ohne Müll. In ihrem Haushalt fällt nur ein Glas Restmüll pro Jahr an. Durch ihren Blog Zero Waste Home wurde sie weltweit bekannt. Nun kommt die Autorin erstmalig nach Frankfurt, um ihre Erfahrungen zu teilen.

Unter dem Motto „Zero Waste – Müllfrei leben in Frankfurt“ laden gramm.genau, die FES und das Haus am Dom euch anschließend ein, mit Bea und uns zu diskutieren. Mit dabei sind Frankfurter Organisationen und Vereine, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren und das Umweltdezernat der Stadt Frankfurt.

Was und wann?
Am Dienstag, den 2. Mai 2017

17 Uhr Einlass, Infostände und Snacks

18:30 Uhr Vortrag von Bea Johnson (auf Englisch)

19:30 Uhr Themenrunde mit Frankfurter Organisationen

  • Tamás Erdelyi von gramm.genau
  • Anna Mara Schön von Shout out Loud
  • Claudia Wucherpfennig vom Netzwerk Nachhaltig Lernen
  • Markus Lehleiter von Cradle 2 Cradle
  • Marlene Haas von Lust auf Besser Leben

Wo?

Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt am Main

Wie?

Der Eintritt ist frei! Wir bitten aber um eine kurze Anmeldung per E-Mail an: hallo@grammgenau.de

Wer?

Die Veranstaltung wird von gramm.genau organisiert. Vielen Dank an dieser Stelle an die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, die diesen Vortrag sponsort und an Dr. Georg Horntrich, der uns die Räumlichkeiten im Haus am Dom zur Verfügung stellt. Danke auch an alle, die sich bei der Organisation beteiligen und den Abend bereichern: Transition Town Frankfurt, ShoutOutLoud, Cradle to Cradle e.V. / Regionalgruppe Frankfurt Rhein-Main, Carpe Futurum, Labl.FRANKFURT

Wir freuen uns, dass so viele verschiedene Akteure zusammenkommen und natürlich darauf, mit euch zu diskutieren! Bringt eure Tipps, Fragen und die ganz großen Ideen für ein müllfreies Frankfurt mit.

Eure Franzi, Christine, Tamás und Jenny

Fastenbrechen! Oder nicht?

Hallo zusammen und allen, denen wir es noch nicht gewünscht haben, „Frohe Ostern!“

Wir hoffen, ihr habt die freien Tage genossen. Mit dem Ostersonntag endete für uns und euch die #Plastikfasten-Zeit. Wir blicken zurück auf das Experiment: Seit dem 1. März haben wir versucht, ohne Einwegverpackungen zu leben. Wir haben Tipps gesammelt und Dinge ausprobiert, die helfen, im Alltag ohne Müll auszukommen.

So sieht der Inhalt der Speisekammer nach dem Experiment aus (jetzt übrigens auch übersichtlicher, da in Gläsern). Klar war für uns ein großer Teil des Spaßes der Einkauf im Unverpackt-Laden. Aber nicht nur: Wir haben auch gelernt, wie man mit so alltäglichen Dingen wie wiederverwendbaren Kaffeebechern oder dem Einkauf auf dem Markt jede Menge Müll vermeiden kann. Ganz ohne ging es dann aber doch nicht.

In gut anderthalb Monaten kamen einerseits einige vermeidbare Verpackungen zusammen: Tüten von Snacks und Nüssen, die Plastikhüllen von Risotto-Reis, vorgemischtem Müsli und Spülmaschinentabs sowie Tetrapacks von Soja-Milch und Becher von Milchprodukten.

Wir haben andererseits erkannt, dass Plastik an manchen Stellen durchaus sinnvoll eingesetzt wird, zum Beispiel in der Medizin. Hier links im Bild seht ihr ein paar Verpackungen von sterilen Kompressen, die bei tieferen Verletzungen aufgetragen werden.

Plastik ist also nicht grundsätzlich schlecht, allerdings wird es zum Schutz von Lebensmitteln nicht unbedingt benötigt. Alle Verpackungen auf dem Bild können in der Herstellung durch Mehrwegsysteme oder beim Verbraucher durch Selbstabfüllen ersetzt werden. Das zeigt uns, dass wir mit gramm.genau auf dem richtigen Weg sind. Wir möchten uns weiterhin dafür einsetzen, dass mehr Menschen in Frankfurt unverpackt einkaufen können. Viele Produkte gibt es aktuell nur in Plastik zu kaufen und der Verzicht darauf ist selbst für engagierte Menschen kaum möglich (an dieser Stelle: Respekt an alle Zero-Waste-Überzeugten, die es trotzdem schaffen!). Wir glauben, der Unverpackt-Einkauf muss noch alltagstauglicher werden und wollen mit gramm.genau weiter daran arbeiten.

Und was passiert jetzt, nach dem Fastenbrechen? Wir haben uns wochenlang auf den Griff zum Lieblings-Schokoriegel im Supermarkt gefreut. Und bringen es jetzt doch nicht über’s Herz ihn zu kaufen, weil er in Plastik eingeschweißt ist (Zum Glück gibt es Schokolade zum grammgenauen Abfüllen…). Im Ernst: Die Aktion #Plastikfasten hat uns gezeigt, dass wir als Einzelne vielleicht nur ein bisschen Müll vermeiden, aber dafür viele Leute aus unserem Umfeld zum Nachdenken anregen. Menschen, die vielleicht ihr Kaufverhalten ändern; Politikerinnen, die möglicherweise den Ressourcenschutz vorantreiben; oder Produzenten, die eventuell ihre Lieferketten umstellen. Mit dieser Idee im Kopf verzichten wir weiterhin wo möglich auf Einwegverpackugen. Und freuen uns über die schönen Schraubgläser, die Ordnung in den Schrank bringen.

Wir halten euch auch in Zukunft über die besten Rezepte und Müllfrei-Tipps auf dem Laufenden und hoffen, dass ihr genauso begeistert seid wie wir.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen blühenden Start in den Frühling!

Eure Franzi, Christine, Tamás und Jenny

 

 

 

 

Fast geschafft! #Plastikfasten Woche 6

Hallo ihr Lieben,

wir haben es fast geschafft: In ein paar Tagen endet die Fastenzeit und hinter uns liegen bereits sechs Wochen Plastikfasten. Bevor wir das Experiment auswerten, blicken wir noch ein letztes Mal in die Tipps der Woche:

 

 

1. Granola selbst machen

Pimp my Müsli! Granola oder auch Crunchy ist die süße, geröstete Frühstücksflocken-Variante. Granola kann man mit lose eingekauften Zutaten einfach selber machen. Man nehme: 3 Tassen Basismüsli, 1 Tasse Nüsse, 1 Tasse Kerne, 1 TL Zimt, 1 halbe Tasse Ahornsirup oder Honig (regional), 1 Prise Salz. Alles gut durchmischen und auf dem Backblech bei 190 Grad eine halbe Stunde im Ofen rösten und abkühlen lassen. Schmeckt super mit frischem Joghurt aus dem Glas und Obst.

2. Gewürze lose mitbringen lassen

Andernorts hat unverpacktes Einkaufen Tradition. Aus dem Urlaub mitbringen (lassen): lose Gewürze, Nüsse und Trockenfrüchte. Bringt Fernweh für den Gaumen!

3. Grüne Smoothies mixen

Wohl der gesündeste müllfreie Snack ist der grüne Smoothie. Fast alle Pflanzenteile werden verwertet und liefern jede Menge Vitamine. Wir packen Wildkräuter, Fenchel, Salat, Avocado, Banane und Ingwer in den Mixer und sagen: „Prost, Smoothie“!

4. Picknickkorb packen

Kennt ihr das? Ihr geht wandern und mitten im Wald liegt Müll? Dabei muss das nicht sein – Es gibt es so schicke Picknick-Sets, die man wiederverwenden kann. Für die kleine Brotzeit unterwegs eignen sich auch Baumwollsäckchen oder gefaltete Küchentücher. Diese Technik heißt „Furoshiki“ und wurde in Japan erfunden. Ein tolles Video dazu findet ihr hier.

5. Flyer abfotografieren

Flyer und Broschüren sind meist aufwendig produziert und landen nach kurzer Zeit wieder im Müll. Die einfachste Art, dieser Verschwendung entgegenzuwirken: Gar nicht erst Flyer mitnehmen sondern einfach abfotografieren. So bleibt die Info im Handy und ihr tragt keinen Müll nach Hause. Langfristig bleibt nur zu hoffen, dass sich müllfreie Marketing-Maßnahmen durchsetzen.

6. In Wachspapier einpacken

Bienenwachspapier (oder auch Beeswrap genannt) scheint wieder modern zu sein. Es ist sehr beweglich, kann abgespült und wiederverwendet werden. Wir finden, es ist eine praktische Alternative zu Aluminium- und Plastikfolie. Wir benutzen es zum Abdecken von Lebensmitteln im Kühlschrank, für Sandwiches und haben es meist im Rucksack für den spontanen Snack vom Bäcker.

7. Etikettenentferner selbst machen

Seitdem wir Plastikfasten, sind wir immer häufiger dabei, Gläser auszuspülen. Damit sich die Etiketten besser lösen lassen, bepinseln wir sie mit einer selbstgemachten Lösung aus 120 g Natron, 50 ml Speiseöl und 15 g Spülmittel (das man übrigens auch selber machen kann). Etwas einwirken lassen und warm abspülen. Diesen Tipp haben wir übrigens von einer Kundin bekommen – danke, Dagmar!

Das waren die Tipps der Woche, die ihr wie immer auch auf Instagram findet. Jetzt bleibt uns nur noch, euch schöne freie Ostertage zu wünschen! Wir melden uns in Kürze…

 

Frühlingshafte Grüße,

eure Christine, Franzi, Tamás und Jenny

 

Die allerbesten Müllvermeider der Stadt #Plastikfasten

An die allerbesten Müllvermeider der Stadt! Schon sind weitere sieben Tage #Plastikfasten vorbei und wir blicken mit euch zurück auf eine Woche in der Selbstmach- und Ideen-Werkstatt von gramm.genau. Alle Tipps gibt es wie immer auch auf Instagram.

 

1. Waschmittel selber machen

Es ist kaum zu glauben, wie günstig man Drogerieprodukte aus wenigen Hausmitteln selbst herstellen kann. Wir haben am Montag aus Kernseife, Waschsoda, Wasser und etwas Lavendelöl unser eigenes Bio-Flüssigwaschmittel zusammengemischt. Die Zutaten dafür könnt ihr übrigens alle im Laden auf der Berger Straße grammgenau und verpackungsfrei abfüllen. Bitte vorsichtig zu Hause ausprobieren, zum Beispiel mit diesem Rezept.

2. Rasierhobel aus der Schublade holen

Wann wurde eigentlich der Rasierhobel durch Einweg- oder Mehrwegrasierer aus Plastik ersetzt? Wir waren im Fachgeschäft „Bürstenhaus“ in der Frankfurter Innenstadt unterwegs und haben uns die verschiedenen Modelle des traditionellen Rasierers zeigen lassen. Bei allen werden wiederverwendbare Rasierklingen in den Hobel gespannt. Die Klingen sind schärfer, halten länger und Nachfüllpacks gibt es in Papierverpackungen.

3. Teesieb aktivieren

Ob Omas altes Tee-Ei, das schicke Tee-Set mit Edelstahlsieb oder einfach die Ikea-Kanne mit Einsatz: Teebeutel vermeiden spart gleich drei Mal Verpackungen: Die Box (nicht selten mit Plastikfolie), die einzelnen Teebeutel, den Bindfaden und die (teils beschichteten) Papierschildchen. Wem doch Mal ein Teebeutel ins Haus kommt: Die kleine Metallklammer kommt in den Restmüll, Schildchen zum Altpapier und der Beutel selbst eignet sich als Biodünger im Blumentopf.

4. Da haben wir den Salat! – vom Markt holen

Der Tipp ist nicht neu, das Rezept aber schon: Vom Markt haben wir Chicorée, Kopfsalat, Radieschen, Gurke, Tomaten, Möhren und Feta (in die eigene Dose gefüllt, z.B. am Wochenmarkt an der Konstablerwache) geholt. Alles klein schneiden, Salat mit Öl und Essig anmachen. Feta vierteln und in einer Panade aus Ei, Milch, Mehl, Paniermehl und Sesam (gibt es jetzt auch grammgenau zum Abfüllen) wenden. 4-5 Minuten mit etwas Öl anbraten und Fetastücke auf dem Salat anrichten. Guten Appetit!

5. Getränke in Mehrwegflaschen kaufen

Das deutsche Pfandsystem ist für Umweltschützer aus anderen Ländern ein Traum. Hersteller verwenden gemeinsame Standard-Flaschen, wie z.B. die VdF für Fruchtsäfte. Die Flaschen werden bis zu 40 Mal wiederverwendet und dann an die Hersteller zurückgeschickt. Wer nicht tragen möchte, kann Flaschen auch liefern lassen – zum Beispiel von gramm.genau / MainGemüse per Lastenrad.

6. Spaghettidose selbst machen

Ihr habt uns schon einige kreative Transportmöglichkeiten für Spaghetti gezeigt. Diese Woche stellen wir unseren Favouriten vor: Die leere Stapelchips-Dose im eigenen Design. Einfach eine leere Chipsdose nach Gusto verzieren, bemalen, bekleben, lieb gewinnen und immer wieder zum losen Spaghetti-Kauf benutzen.

7. Plastikfreies Bad einrichten

Uns gefällt am Besten am #Plastikfasten, dass es viele Orte aufgeräumter und schöner aussehen lässt. So zum Beispiel das Bad. Formschöne Seifen statt verbeulte Duschgels mit Werbesprech. Eleganter Rasierhobel statt grelle Plastikrasierer-Packung. Kleines Beutelchen für Menstruationstasse statt Tamponberg. Nur eine Müll-Hürde haben wir noch nicht nehmen können, die guckt ihr euch am besten selbst unter diesem Link an.

 

Wir hoffen, ihr habt mittlerweile genauso viel Spaß am #Plastikfasten wie wir und starten mit euch in die sechste Woche. Au revoir!

Franzi, Christine, Tamás und Jenny

 

 

Gute Neuigkeiten und noch mehr #Plastikfasten-Tipps

Liebe Fasten-Freunde,

bei gramm.genau gibt es tolle Neuigkeiten und wir sind überglücklich! Wir, also Christine, Franzi, Tamás und Jenny, sind als „AndersGründer“-Stipendiaten in das Social Impact Lab in Frankfurt aufgenommen worden. Das Social Impact Lab ist eine Art Brutkasten für Sozialunternehmer. Wir können deren Büro ab sofort als Arbeitsplatz nutzen und uns dort von Marketing-Experten, Juristen und anderen Menschen mit viel Erfahrung beraten lassen.

Warum wir das brauchen? Ja, der Laden auf der Berger Straße läuft sehr gut (und daran habt ihr den größten Anteil!!). Noch schöner fänden wir es aber, wenn FrankfurterInnen auch in anderen Stadtvierteln müllfrei einkaufen könnten. Deswegen tüfteln wir gerade an einem neuen Geschäftsmodell. Kleiner Tipp: Es kommen neue Kooperationsläden darin vor. An dieser Stelle berichten wir bald mehr dazu!

Doch jetzt ist uns erstmal daran gelegen, mit euch heil und frohen Mutes durch die Fastenzeit zu kommen. Die Tipps der Woche findet ihr hier zusammengefasst und wie immer auf Instagram.

 


Menstruationstasse CC BY 3.0 Frank Krüger

 

1. Briefkasten schützen

Wer kennt sie nicht, die Broschüren vom Möbelhaus oder die in Plastik eingeschweißten Wochenblätter mit Werbebeilage, die ungefragt im Briefkasten landen. Und von denen man höchstens eine im Jahr liest und den Rest direkt in die Mülltonne befördert. Wir helfen uns mit einem Sticker am Briefkasten. Ab sofort heißt es: „Werbung nein danke!“

2. Deckel für den Topf finden

Wer sagt eigentlich, dass Rest im Kühlschrank immer mit Plastikfolie abgedeckt werden müssen? Ok, das macht ihr wahrscheinlich sowieso schon lange nicht mehr. Wir probieren immer mal wieder etwas Neues auf unseren Töpfen und Schüsseln, zum Beispiel Teller und Geschirrtücher, die passen auf jedes Gefäß.

3. Untenrum müllfrei bleiben

Das geht an alle, die einmal im Monat ihre Tage haben. Eine durchschnittliche Frau verbraucht in ihren Leben ca. 16.800 Tampons. Eine echte müllfreie Alternativedazu und bei Sportlerinnen bereits beliebt ist die Menstruationstasse: eine Art Gummikelch, der die Flüssigkeit sammelt. Es gibt die Menstruationstassen in vielen Farben (u.A. von Lunette, siehe Bild CC BY 3.0 Frank Krüger), sie sind einfach anzuwenden und bequem. Probiert es mal aus!

4. Shampoo austauschen

Wenn das alte Shampoo aufgebraucht ist, kann eine neue, müllfreie Alternative her: Ein ShampooBit® ist ein festes Stück (sieht aus wie eine Seife, ist aber extra für Haare angefertigt) zum Haare waschen. Diese gibt es, wie Shampoo aus der Flasche, in vielen verschiedenen Gerüchen und für verschiedene Haartypen. Bei uns findet ihr momentan drei verschiedene Haarseifen von Rosenrot. Am besten nicht direkt in der Dusche aufbewahren, sondern auf einer Luftdurchlässigen Unterlage (wie eine Luffa-Scheibe oder einfache Seifenablage).

5. Alles fresh? Flasche dabei haben

Frisch gezapft schmeckt es doch am besten: Leitungswasser in Deutschland hat in den allermeisten Fällen sehr gut Qualität und lässt sich unterwegs fast überall beziehen. Ein Mehrwegflasche für Wasser ist für uns daher ein Muss für die Handtasche/Rucksack.

6. Produkte weiterverarbeiten

Klar, die Verpackung von Mehl ist meistens aus Papier, trotzdem wird sie nach Gebrauch weggeworfen. Mit der alten Verpackung in der einen und den Körnern eurer Wahl in der anderen Hand könnt ihr euer eigenes Mehl herstellen. Im Main Gemüse haben wir eine Mühle dafür aber auch Alnatura und Basic bieten eine zur Nutzung an.

7. Machs dir selbst! Brot backen

Nachdem wir eigenes Mehl hergestellt haben, möchten wir daraus natürlich auch etwas machen: Ein leckeres Brot (hier mit Dinkel). Folgendes Rezept haben wir verwendet: 500g Mehl, 1 Päkchen Hefe (oder alternativ Natron), 2TL Salz ,1/2 Liter Wasser, Optional: Vers. Körner. Alles vermischen, in eine vorgefettete Form geben und bei 200 Grad ca. 80 Minuten backen.

 

Wir freuen uns auf die nächste Woche mit euch und sind voller Motivation,

euer gramm.genau-Team

Christine, Franzi, Jenny und Tamas

 

 

#Plastikfasten-Halbzeit

Liebe #Plastikfasten-Freunde,

die Hälfte der Zeit bis Ostern ist fast um! Nach drei Wochen #Plastikfasten zeigen sich die ersten Ergebnisse in der Speisekammer: Reis, Linsen und Nudeln aus dem verpackten Supermarkt sind aufgebraucht. Von Tag zu Tag stehen immer mehr Dosen und Gläser mit unverpackt gekauften Waren im Vorratsregal.

Was wir diese Woche noch so ausprobiert haben, findet ihr hier zusammengefasst und auf unserem Instagram-Profil.

Eigene Dose über die Theke geben

Zugegeben, das funktioniert nicht überall. Bei uns hat es auf dem Käsestand am Markt geklappt. Bei allen Bäckereien war es bisher kein Problem. Insgesamt haben wir von den Verkäufern und Verkäuferinnen viel Lob dafür bekommen. Weil verpackungsfreies Einkaufen umweltschonender ist und weil Läden das Geld für die Einwegverpackungen sparen.

Zähneputzen mit Denttabs und Bambuszahnbürsten

Denttabs sind kleine Zahnputztabletten, die ohne Verpackung verkauft werden. Pro Zähneputzen nimmt man eine Tablette in den Mund und zerkaut sie, damit alle Wirkstoffe freigesetzt werden. Mit der zerkauten Mischung kann man ganz normal Zähneputzen. Wer auch bei der Zahnbürste Plastik vermeiden will, benutzt am besten Bambuszahnbürsten (gibt’s auch bei gramm.genau).

Süßes selbst abfüllen

Schokolade und Süßigkeiten bekommt man gar nicht so selten lose zu kaufen – z.B. in Konditoreien oder Süßwarenfachgeschäften. Oder eben bei gramm.genau. Wir haben unsere Snackbar in dieser Woche erweitert: drei Sorten Schokolade, Datteln, Walnusskerne, Mandeln und Müsli könnt ihr im Laden auf der Berger Straße abfüllen.

Blumentopf verschenken

Zum Sonntagsbesuch bei Freunden und Familie gehört bei vielen ein Blumenstrauß dazu. Im Winter ist Selbstpflücken nicht so leicht, daher bleibt nur der Griff zum in Folie gewickelten Strauß. Eine schöne, nachhaltige Alternative ist da der Blumentopf. Der blüht auch länger!

Balkon oder Garten vorbereiten

Wer in diesem Jahr selbst Gemüse anbauen möchte, sollte jetzt anfangen. Es ist Keimzeit! Wir haben Gurken- und Tomatensamen auf dem Fensterbrett in kleine Gläschen mit Wasser gestellt und zwei Tage keimen lassen. So wachsen die Pflanzen später besser.

Stoffsäckchen befüllen

Für viele von euch ist das nichts Neues, doch anlässlich des Internationalen Tags des Waldes (21. März) haben wir erneut darauf aufmerksam gemacht: Papiertüten sparen mit Stoffsäckchen. Die sind praktisch zum Abfüllen trockener Produkte wie z.B. Bohnen, Reis oder Tee. In unserem Laden auf der Berger Straße bieten wir die „Naturtaschen“ zum Kauf an.

Virtuelles Wasser sparen

Heute ist Weltwassertag, deswegen möchten wir euch auf den Wasserverbrauch aufmerksam machen, der bei der Herstellung von Produkten entlang der Lieferketten anfällt. Diesen nennt man „virtuelles Wasser“, da wir die verbrauchte Menge vor Ort nicht mehr sehen können. Mit Hilfe des virtuellen Wassers können wir die ökologische Bilanz der Produktion bewerten. Wer Plastik beim Einkauf vermeidet, hat in den meisten Fällen eine bessere Bilanz. Mehr über virtuelles Wasser erfahrt ihr auf der Seite virtuelles-wasser.de.

 

Wir wünschen euch einen schönen, plastikfreien Start in den Frühling!

Bis zur nächsten Woche,

euer gramm.genau-Team

Plastikfasten: Woche zwei vorbei!

Liebe Leute,

Woche zwei des #Plastikfasten-Experiments ist um und mittlerweile war jeder von uns schon an dem Punkt, an dem es nicht mehr ging: Strohhalm im Drink, Frischkäse im Plastikbecher oder die Plastiktüte auf dem Markt ließen sich nicht vermeiden? Tatsächlich ist komplett ohne Kunststoff leben in einem durchschnittlichen Alltag nicht möglich. Aber jedesmal, wenn wir ein Stück Einwegplastik weglassen, setzten wir ein für alle um uns herum sichtbares Zeichen für eine Zukunft ohne Müll.

Die gramm.genau #Plastikfasten-Tipps der Woche zusammengefasst:

1. Entspannt bleiben

Konsum ohne Müll soll vor allem eins: Uns das Leben leichter machen. Vom Lieblingsmenschen eine Schachtel Pralinen geschenkt bekommen? Take it easy. Auch diese Verpackung kann man weiterverwenden oder recyceln.

2. Gesicht mit Kokosöl und Baumwoll-Pads reinigen

Wattepads gibt’s jetzt auch in wiederverwendbar – aus Baumwolle und maschinenwaschbar. Zum Abschminken funktionert Kokosöl gut dazu, das reinigt die Haut.

3. Frische Aufstriche abfüllen lassen

Besonders Aufstriche und Dips sind schwer ohne Plastikverpackung zu bekommen. Wir haben es mit eigenen Dosen auf dem Markt probiert. Die konnten wir am Feinkost-Stand direkt befüllen lassen. Hier muss man allerdings schon die Preise vergleichen, da hausgemachte Aufstriche ab und zu nicht ganz günstig sind. Alternativ mit frischen Kräutern, weicher Butter und etwas Salz in ein paar Minuten eine leckere Kräuterbutter selbst machen – probiert’s aus.

4. Drinks ohne Plastik bestellen

Das ist schon eher ein Tipp für Fortgeschrittene. Aber mit ein bisschen Übung klappt auch zu später Stunde die Bestellung „ohne Strohhalm“ an der Bar. Für Cocktails mit viel Eis sind Glasstrohhalme eine Alternative, die getestet werden muss!

5. Vor Ort essen

Sonntagabend und der Kühlschrank ist leer? Pizza bestellen und dann – statt liefern lassen – selbst abholen und vor Ort essen. Das spart Müll und frisch aus dem Steinofen schmeckt die Pizza sowieso besser.

6. Besteck To Go dabeihaben

Wenn ihr auch zu den Unglücklichen gehört, denen beim Essen mit Plastikbesteck immer der Löffel abbricht: Packt euch ein Besteck-To-Go ein. Dazu Messer, Gabel und Löffel in ein Geschirrtuch einschlagen und für die nächste spontane Mittagspause im Rucksack oder in der Handtasche parat haben.

7. Süßes unverpackt vom Bäcker holen

Der Nachmittag ist sicher die Tageszeit, zu der die meisten Süßigkeiten gegessen werden. Wir probieren jetzt, im Nachmittagstief nicht zum eingeschweißten Schokoriegel zu greifen, sondern süße Teilchen direkt auf die Hand (oder in die Dose) vom Bäcker zu holen. Und empfehlen, vorsorglich unverpackte Schokolade bei gramm.genau abzufüllen ;).

 

Die gesammelten #Plastikfasten-Tipps findet ihr auf Instagram: https://www.instagram.com/gramm.genau/ Wir machen weiter und wünschen euch einen guten Start in Woche Nummer drei!

Euer gramm.genau-Team