Tipps und Tricks zur (Plastik-)Müllvermeidung

Im Alltag kann es manchmal schwierig sein, auf Plastik zu verzichten oder Müll zu vermeiden- vor allem wenn es schnell gehen soll. Auch uns fällt es mitunter schwer, auch wenn wir uns ja schon länger mit dem Thema Müllvermeidung befassen.

Wir geben aber nicht auf und haben ein paar Tipps zusammen getragen, die uns jeden Tag dabei helfen, unsere Welt weniger zuzumüllen.

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  • Der No-Brainer: Immer einen (Jute-)Beutel oder Rucksack dabei haben und somit auf Plastiktüten verzichten. Am besten nahe der Eingangstür und am Arbeitsplatz positionieren, damit man auch immer dran denkt.
  • Meist gibt es Obst, Gemüse und Brot auch ohne Verpackung in Supermärkten und auf dem Markt. Hier kann man die Sachen auch lose in den Korb legen und an der Kasse lose bezahlen, ohne dass man einen dünnen kleinen Plastikbeutel nehmen muss. Oder man nimmt einen schicken Leinenbeutel mit.

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Tee kann man übrigens auch super lose kaufen und in der Teekanne mit Sieb oder Tee-Ei genießen!

  • Leitungswasser ist eines der bestgetesteten Lebensmittel in Deutschland und man kann es super aus dem Hahn trinken und in eine Trinkflasche aus Glas (z.B von soulbottles) oder Alu füllen. Sehr amüsant finden wir auch diesen Werbespot, der von großen Plastikflaschen-Firmen grade bekämpft wird – can you hear the dolphins cry?
  • Für die Experten: Es ist Markt und im Büro wollen alle dort Mittagessen gehen? Einfach mal eigenes Besteck und Teller aus der Büroküche mitnehmen!                                          img_20161201_133917
  • Warum muss es immer To-Go sein? Wenn man mal ein paar Minuten Zeit hat, einfach den Kaffee oder das Mittagessen vor Ort Essen und die To-Go-Verpackung vermeiden. Mitarbeiter in einem Großraum-Büro zum Beispiel können so extrem viel Plastik und Müll sparen!

Wenn man gar keine Zeit hat, kann man morgens seinen wiederverwendbaren Becher und seine Brotdose einpacken (oder am Arbeitsplatz sichtbar deponieren) und die Sachen einfach da hinein füllen lassen. In vielen Cafés darf mittlerweile der eigene Kaffee-Becher mitgebracht werden und es gibt teilweise sogar Rabatt!

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  • Vor jedem Kauf darüber nachdenken, ob man das Produkt gerade wirklich braucht. Braucht man z.B. wirklich vier Pflegeprodukte für die Haare?
  • Für die Geschickten: Produkte wie Waschmittel, Putzmittel und Deo selber machen. Viele Tipps gibt es zum Beispiel bei smarticular.
  • So regional wie möglich und in Mehrwegbehältern einkaufen – da wird dann entlang der gesamten Lieferkette schon Müll eingespart.
  • Folgenden Satz so lange üben, bis er in Fleisch und Blut übergeht: „Nein danke, ich brauche keinen Strohhalm!“ „Nein danke, ich brauche keinen Beleg.“ Natürlich nur, wenn dies auch wirklich der Fall ist.

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  • Man kommt Abends nach Hause, schließt den Briefkasten auf und wird fast von Flyern und Werbung erdrückt. Hier einfach ein kleines Schild an den Briefkasten kleben (so ein hässliches wie bei Christine reicht schon, aber so schön wie bei Franzi geht’s natürlich auch!).

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Für alle Sachen, die sonst noch kommen und an einen adressiert sind (Kataloge, Werbung von der Bank oder Krankenkasse, Spendenaufrufe): 10 Minuten Zeit nehmen und alle anrufen und jegliche Werbung abbestellen. Die meisten stellen gerne auf E-Mail um. Und Kontoauszüge gibt es bei fast allen Banken online.

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  • Wir leben ja im digitalen Zeitalter und sollten uns dies auch bei der Müllvermeidung zu Nutze machen: Viele Tickets braucht man dank Apps nicht mehr auszudrucken (Bahn, Flixbus, RMV), Notizen kann man sich auf dem Handy machen und Visitenkarten sind von Kontaktprogrammen überholt (wenn der gegenüber noch eine hat: einfach ein Foto machen). Sollte das mal nicht gehen, da es zum Beispiel keine App gibt: Beschweren! Je mehr Leute dies tun, desto mehr Möglichkeiten wird es geben.

 

Haben euch die Tipps geholfen?

Was für To-Go-Behälter oder Beutel habt ihr?

Habt ihr schon Rabatte bekommen, weil ihr eure eigenen Behälter mitgebracht habt?

Welche Tipps habt ihr noch für uns?

Kommentiert gerne hier oder auf Facebook oder per Mail an hallo@grammgenau.de!

 

Hilfreiche Links beziehungsweise Bezugsquellen:

  • Auf Kivanta findet ihr viele verschiedene Produkte, wie Trinkflaschen und Brotdosen aus Edelstahl und vieles mehr.
  • Utopia hat die besten Coffe to Go Becher aufgelistet und zeigt hier, was besonders schnell im Müll landet und was es für Alternativen gibt.
  • Auf der Website vom Naturschutzbund gibt es zum Thema Plastik-bzw. Müllvermeidung weiterführende Informationen, Umfragen und Statistiken.
  • Smaticular, Mehr-gruen, Good Impact und Entega haben auch noch ein paar Tipps parat.
  • Enorm zeigt ein Praxisbeispiel.